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A Sechskantmutter aus Kohlenstoffstahl wird durch drei Dinge definiert, die bestimmen, ob es für eine bestimmte Anwendung geeignet ist: die Stahlsorte und den Kohlenstoffgehalt, die Eigenschaftsklasse, die die Zug- und Dehngrenze angibt, und die Oberflächenbeschaffenheit, die es vor Korrosion schützt. Das Verwechseln dieser Elemente – insbesondere die Kombination einer Mutter mit niedriger Festigkeitsklasse mit einer hochfesten Schraube – ist einer der häufigsten und gefährlichsten Fehler bei der Auswahl von Verbindungselementen.
Inhalt
Muttern aus Kohlenstoffstahl werden typischerweise aus Stahl mit niedrigem bis mittlerem Kohlenstoffgehalt hergestellt, wobei der Kohlenstoffgehalt im Allgemeinen dazwischen liegt 0,13 % und 0,55 % je nach erforderlicher Festigkeitsklasse. Stähle mit niedrigem Kohlenstoffgehalt (etwa 0,13–0,20 % Kohlenstoff) lassen sich leichter kalt umformen und werden für Muttern mit Standardfestigkeit verwendet, während Stähle mit mittlerem Kohlenstoffgehalt (0,30–0,55 %) dort eingesetzt werden, wo eine höhere Zugfestigkeit erforderlich ist, oft kombiniert mit einer Wärmebehandlung, um die endgültige Härte zu erreichen.
Die Wärmebehandlung spielt für höhere Eigenschaftsklassen eine wichtige Rolle – Abschrecken und Anlassen erhöhen die Härte und Zugfestigkeit, können aber auch die Sprödigkeit erhöhen, wenn sie nicht richtig kontrolliert werden. Aus diesem Grund geben höherwertige Muttern in der Regel sowohl einen Härtebereich als auch eine Mindest-/Höchstgrenze an und nicht einen einzigen Zielwert.
Gemäß den metrischen ISO-Normen (ISO 898-2) sind Sechskantmuttern mit einer Eigenschaftsklassennummer gekennzeichnet, die die Dehngrenze angibt, der die Mutter ohne bleibende Verformung standhalten kann. Diese Zahl muss korrekt mit der Festigkeitsklasse der Schraube abgeglichen werden, um sicherzustellen, dass die Verbindung wie vorgesehen funktioniert – eine Mutter mit unzureichender Festigkeit kann sich unter Last lösen oder verformen, selbst wenn die Schraube selbst richtig bewertet ist.
| Nuss-Eigenschaftsklasse | Kompatible Schraubeneigenschaftsklasse | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| Klasse 5 | 4,6, 4,8, 5,6, 5,8 | Allgemeine Fertigung, leichte Maschinen |
| Klasse 8 | 8.8 | Stahlbau, Automobilkomponenten |
| Klasse 10 | 10.9 | Stark beanspruchte Bauverbindungen, schweres Gerät |
| Klasse 12 | 12.9 | Hochleistungsmaschinen, Präzisionsbaugruppen |
Als praktische Regel gilt, dass die Nummer der Eigenschaftsklasse der Mutter gleich oder größer als die erste Ziffer (oder der ganze Zahlenteil) der Eigenschaftsklasse der Schraube sein sollte, um sicherzustellen, dass die Mutter nicht zur Schwachstelle in der Baugruppe wird.
Die Abmessungen von Sechskantmuttern unterliegen mehreren sich überschneidenden Normen, und das Mischen von Normen innerhalb einer Baugruppe kann zu Passungsproblemen führen, selbst wenn die Nenngewindegrößen scheinbar übereinstimmen. DIN 934 und ISO 4032 sind weit verbreitete metrische Standardspezifikationen für Sechskantmuttern, die für allgemeine Anwendungen weitgehend austauschbar sind, während DIN 6923 und ISO 4161 Sechskantflanschmuttern definieren, die einen scheibenähnlichen Flansch enthalten, um die Last zu verteilen und ein Lösen ohne separate Unterlegscheibe zu verhindern.
Zu den wichtigsten Maßunterschieden, die Käufer prüfen sollten, gehören:
Blanke Muttern aus Kohlenstoffstahl sind sehr anfällig für Rost, daher ist eine Oberflächenbehandlung fast immer für alles erforderlich, was über die Verwendung in Innenräumen und bei geringer Luftfeuchtigkeit hinausgeht. Die Wahl der Beschichtung beeinflusst nicht nur die Korrosionsbeständigkeit, sondern auch den Reibungskoeffizienten beim Einbau, der sich auf die tatsächlich erreichte Klemmkraft bei einem bestimmten Drehmomentwert auswirken kann.
Bei Anwendungen, bei denen Muttern aus Kohlenstoffstahl mit Schrauben aus einem anderen Metall kombiniert werden – beispielsweise Edelstahlschrauben in einer Mutter aus Kohlenstoffstahl – kann galvanische Korrosion zwischen den unterschiedlichen Metallen in feuchten Umgebungen oder in Außenumgebungen zu einem Problem werden, und eine kompatible Beschichtungs- oder Isolationsmethode sollte entsprechend spezifiziert werden.
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